Dr. Sergey Nikitin-Rimsky
Stadthistoriker, Autor und Vermittler. Seine Arbeit beginnt mit der einfachen Überzeugung, dass die jüngere Vergangenheit genauso viel Aufmerksamkeit verdient wie die ferne. Seit über zwei Jahrzehnten arbeitet er mit Menschen in vielen europäischen Städten zusammen, um das fragile Erbe des zwanzigsten Jahrhunderts zu verstehen. Er beschäftigt sich mit Gebäuden, Straßennamen, Fabriken und Erinnerungstexten, um die verborgenen Bedeutungen in ihnen zu erkennen.
Er erforschte totalitäre und post-totalitäre Gesellschaften – von Mussolinis Italien bis zu Stalins Sowjetunion, veröffentlichte vier Bücher zu kulturgeschichtlichen Themen, darunter „Das Land der Namen. Wie Straßen, Dörfer und Städte in Russland zu ihren Namen kamen“ (2020) und den Architekturführer Verona und der Gardasee (2022). Sergey ist Gründer von VeloNotte International, einer viel beachteten Serie von nächtlichen Architekturerkundungen, die u. a. in der New York Times, Domus und im Vienna Standard vorgestellt wurden, darunter „VeloNotte Bauhaus“, im Auftrag von Kulturprojekte Berlin zum Bauhaus-Jubiläum 2019; „VeloNotte Karl-Marx-Stadt“, Teil des Programms der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 und VeloNotte „Hamburg 1945“, für den Tag des offenen Denkmals 2025.
Heute lebt Sergey Nikitin in Berlin und leitet DDReams, ein Labor mit Architekturstudierenden der Fachhochschule Potsdam, das sich mit den von der DDR hinterlassenen Stadträumen auseinandersetzt.
„Die Weg ist das Archiv.“
Sergey Nikitin-Rimsky, für Secret Chemnitz, 2025













